Stimmt wirklich:

Feldschlösschen verbindet

Ein weiteres Highlight präsentierte WIR-Network Aargau am 7. Juni in Rheinfelden: Beim WIR-Business-Event kamen die Teilnehmer in den Genuss eines Besuches in der Brauerei Feldschlösschen. Und nach einem äusserst spannenden Rundgang, wurden die über 40 Teilnehmer erst noch weitergebildet: Angelika Ramer zeigte mit ihrer «Osorno-Strategie», wie moderne Korrespondenz heute funktioniert.

(Bilder: Fredi Köbeli) Das vielleicht schönste Sudhaus der Schweiz.

(Bilder: Fredi Köbeli) Das vielleicht schönste Sudhaus der Schweiz.

Christian Müller, Präsident von WIR-Network Aargau, begrüsste über 40 Teilnehmer am WIR-Business-Event in Rheinfelden. Am Anfang stand ein 90-minütiger Rundgang durch die Brauerei Feldschlösschen an der Theophil Roniger-Strasse auf dem Programm. Die WIRler teilten sich in zwei Gruppen auf und wurden von Carole Weil und Sandra Kaiser (Feldschlösschen-Crew) mit viel Fachwissen durchs Brauhaus geführt – und: Staunen war angesagt. Schon allein die Feldschlösschen-Geschichte, die in einer kurzen Filmvorführung präsentiert wurde, zeigte, wie die einst kleine Brauerei zum schäumenden Epizentrum der Schweiz wurde. Am 8. Februar 1876 setzten der Brauer Theophil Roniger und der Bauer Mathias Wüthrich den ersten Sud an. An der ersten Generalversammlung nach Umwandlung der Gründungsfirma in eine Aktiengesellschaft im Jahre 1890 wurde Theophil Roniger zum obersten Direktor gewählt. Schon 22 Jahre nach der Gründung braute Feldschlösschen 100’000 hl Bier und wurde damit zur grössten Brauerei des Landes. Wie die Zeit vergeht: Vor einem Jahr, 2016, blickte Feldschlösschen stolz auf 140 Jahre Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen Feldschlösschen ist heute an 21 Standorten in der ganzen Schweiz vertreten – drei Produktionsstandorte, 15 Logistikstandort, 2 Standorte für Administration und Verkauf sowie 1 Bestell- und Beratungscenter.

Angelika Ramer referierte über die «Osorno-Strategie».

Angelika Ramer referierte über die «Osorno-Strategie».

Die Geheimnisse des Bierbrauens
Die Teilnehmer entdeckten beim Rundgang eine der schönsten Brauereien der Welt und liessen sich in die Geheimnisse des Bierbrauens einweihen – mit Malz, Hopfen, Hefe und Quellwasser aus Magden (von dem die Teilnehmer kosten durften). «Die genaue Rezeptur des Brauens bleibt selbstverständlich geheim», sagte Carole Weil. Abgerundet wurde die Führung mit dem Besuch des Fahrzeug-Museums (die Auslieferung der Biere erfolgte in den ersten Jahren ausschliesslich per Pferde und Bahn. 1913 wurde der erste Feldschlösschen-LKW angeschafft. Zahlreiche Fahrzeuge wurden über die Jahre gesammelt) und mit dem Besuch im Schlossstall, wo sieben Brauereipferde leben. Die belgischen Kaltblüter liefern unter der Woche mit dem Zweispänner Bier und Getränke an die Kunden in der Altstadt von Rheinfelden.

Bier und Bretzel: im Feldschlösschen-Restaurant.

Bier und Bretzel: im Feldschlösschen-Restaurant.

Kleines Seminar über die moderne Schreibkultur
Nach der spannenden Führung folgte der kulinarische Teil: Die Besucher wurden im Feldschlösschen-Restaurant (neben der Brauerei gelegen) mit Bier und Brezel verpflegt, ehe ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm stand. Angelika Ramer, Buchautorin und Inhaberin der «Angelika Ramer & Partner AG, Ramer – Identität ist Sprache, Winterthur» referierte über Moderne Schreibkultur. Das Gespräch zwischen Anrede und Gruss zeigt, wie Menschen und Unternehmen denken. Menschen wirken, ihre Worte wirken – und wie! Die Teilnehmer erfuhren im Referat, worauf man in Briefen und E-Mails achten muss. Mit der «Osorno-Strategie» lernten sie einen Vulkan kennen, der die Korrespondenz aktiviert: freundliche Begriffe, klare Sätze und die Chance, mit einer bewusst gestalteten Korrespondenzkultur einzigartig im Markt aufzutreten – lebendig und mit einem inneren Feuer. Dabei beliess es Angelika Ramer nicht nur bei einem Referat – sie liess die Teilnehmer aktiv mitarbeiten: «Erloschene» Stand­ardsätze wurden in einer kleinen Gruppenarbeit freundlich, klar und einzigartig neu formuliert. Nach etwa 50 Minuten waren sich alle einig: E-Mails und Briefe sind schriftliche Gespräche: gewinnend, freundlich, zugewandt und mit – wie bereits erwähnt – viel innerem Feuer. Genauso wie der Vulkan Osorno von Patagonien, Chile. Und gemäss der Feldschlösschen-Werbekampagne zur 135-Jahr-Feier unter dem Motto «So verschide mier Schwiizer au send, Feldschlösschen verbindet» wurde der Schlussteil des Anlasses eingeleitet: Bier testen und Networking unter den Teilnehmenden folgte als krönender Abschluss eines höchst unterhaltsamen WIR-Business-Events auf dem malerischen Feldschlösschen-Areal.

Fredi Köbeli

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